Bundestagswahl 2017

Warum ich für die DKP zum Bundestag kandidiere (1)

|    Ausgabe vom 21. April 2017

Kornelia Lopau

Kornelia Lopau

Kornelia Lopau ist Rentnerin und von Beruf Stadtplanerin. Sie kandidiert auf Platz 1 der DKP-Landesliste in Baden-Württemberg.
„Es wird Zeit, dass der Antikapitalismus wieder eine Stimme bekommt in diesem Land, denn der Kapitalismus wird immer verheerender. Die Alternative zum Kapital ist sozial, nicht rechtsradikal. Jede Stimme für die DKP ist eine Stimme für den Klassenkampf von unten, den wir so dringend brauchen – gegen den Klassenkampf von oben, der ständig aggressiver wird. Der Kapitalismus darf nicht das Ende der Geschichte sein.
Der Kampf für den Frieden hat für die DKP dabei oberste Priorität. Bert Brecht schrieb vor 65 Jahren: Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind … Der Frieden ist tatsächlich bedroht wie nie zuvor seit 1990. Es geht um die Neuaufteilung der Welt. Die Konfrontation mit der Atommacht Russland wird weiter vorangetrieben, verstärkt jetzt auch von unserem Land aus. Das birgt die Gefahr eines dritten Weltkriegs in sich – und das wäre das Ende von uns allen! Nach der Wahl von Trump in den USA wird mit der Pose der wahren Demokraten von deutschen Politikern sogar die Atombombe gefordert.
In diesem System geht es um Macht und immer mehr Macht für die Großbanken und Konzerne, die auch mit militärischen Mitteln durchgesetzt wird.
„Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen“ sagte der französische Sozialist Jean Jaures bereits vor 1914. Clara Zetkin bezeichnete die kapitalistische Ordnung vor über 100 Jahren als „die große Menschenfresserin“.
Viele Menschen ahnen die wachsende Kriegsgefahr. Die Mehrheit ist auch immer noch gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr, trotz massiver Werbung der Bundeswehr. Aber das reicht nicht. Wir müssen den Friedenskampf mit der sozialen Frage verbinden.
Das geplante riesige Aufrüstungsprogramm der Bundeswehr von 130 Mrd. Euro wird nicht ohne weiteren rigorosen Sozialabbau auf Kosten des Gesundheitswesens, der Bildungseinrichtungen, des sozialen Wohnungsbaus usw. zu realisieren sein.
Der Rüstungshaushalt soll in zehn Jahren quasi verdoppelt werden. Wir sehen unsere Aufgabe darin, den Menschen zu erklären, wer für die wachsende Armut in unserem Land verantwortlich ist. Und wir brauchen wieder eine starke Friedensbewegung, die den Herrschenden in unserem Land einen Strich durch die Rechnung macht, wenn sie „die globale Ordnung mitgestalten“ und international ‚Führung übernehmen‘ wollen, wie es im neuen ‚Weißbuch‘ der Bundeswehr steht.“


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Leserbrief zu »Warum ich für die DKP zum Bundestag kandidiere (1)«, UZ vom 21. April 2017





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