EU-Europa, ein absolut liebenswertes Konstrukt

Eine Glosse von LZ
|    Ausgabe vom 14. April 2017

 

( Amrei-Marie / Lizenz: CC BY-SA 4.0)

EU-Europa, ein absolut liebenswertes Konstrukt. Deshalb muss die UZ noch einmal auf den „Pulsschlag Europas“ hinweisen: diese spontane Bürgerbewegung des Frankfurter Rechtsanwaltehepaars Röder. Dieser „Pulse of Europe“ hat am vergangenen Wochenende in 92 Städten in zwölf Ländern Demonstrationen veranstaltet, um die bestehenden EU-Verhältnisse gutzuheißen (im Bild ein Enthusiast in eine EU-Flagge gehüllt). Man soll nicht glauben, die frische Blüte der „Zivilgesellschaft“ habe keine Wünsche. Vielmehr steht unter Punkt 7 ihrer Forderungen kategorisch: „Europa soll wieder Freude bereiten.“ Davor aber geht es unter Punkt 6 um die „europäischen Grundfreiheiten“: Freier Personen- und Warenverkehr, Dienstleistungsfreiheit und – nicht unwichtig – Freiheit des Kapitals, hier verschämt „freier Zahlungsverkehr“ genannt. Diese vier Freiheiten „sind nicht verhandelbar“. In diesen „Freiheiten“ steckt der Kern des Neoliberalismus. Dafür lohnt es sich, auf die Straße zu gehen und die Welt gemeinsam schön zu finden.


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (redaktion@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu »EU-Europa, ein absolut liebenswertes Konstrukt«, UZ vom 14. April 2017





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.