Kapitel „Hans-Günther-Sohl-Straße“ beendet

Von Uwe Koopmann
|    Ausgabe vom 24. März 2017
 (Foto: Uwe Koopmann)
(Foto: Uwe Koopmann)

Mit einem roten Balken diagonal übe dem Straßenschild wurde am 11. März die Geschichte der Hans-Günther-Sohl-Straße auch offiziell in Düsseldorf beendet. 1991 war die Verbindungsstraße zwischen Grafenberger Allee und Cranachstraße nach dem Ex-Nazi benannt worden – in unmittelbarer Nachbarschaft des KZ-Außenlagers „Berta“. Neben der VVN hatten sich unter anderem Vertreter der DKP und der Linkspartei für die Umbenennung der Straße eingesetzt, weil Sohl in der Zeit des Faschismus als Wehrwirtschaftsführer auch für den Einsatz von Zwangsarbeitern verantwortlich war. Die Bezirksvertretung und der Rat der Stadt hatten dem Begehren anschließend mehrheitlich zugestimmt. Die Straße ist jetzt der Schauspielerin Luise Rainer gewidmet, einer jüdischen Schauspielerin, die zweimal mit dem „Oscar“ ausgezeichnet wurde.


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