Wahlen 2017

Unterschriftenlisten immer dabei

Erfahrungen aus dem Nürnberger Land
Von Michael Maas
|    Ausgabe vom 24. März 2017

Für den 1. April plant die DKP Nürnberger Land einen Info-Stand auf dem Marktplatz der Kreisstadt Lauf an der Pegnitz. Das ist der erste Infostand dort seit vielen Jahren. Hauptziel des Infostandes ist, möglichst viele weitere Unterschriften für die Landesliste der DKP zur Bundestagswahl zu sammeln. Aber auch das 5-Punkte-Sofortprogramm zur Bundestagswahl und die aktuelle Ausgabe der UZ wollen wir offensiv anbieten. Ein weiterer Info-Stand ist für Mai in unserer Nachbarstadt Röthenbach geplant.
Der Kreisverband Nürnberger Land war von vorn herein für eine eigenständige Kandidatur der DKP. Die Sammlung der erforderlichen Unterstützerunterschriften zur Aufstellung der Kandidatenlisten für die Bundestagswahl ist eine Bewährungsprobe, der wir uns stellen wollen. Bisher haben wir mehr als 50 Unterschriften gesammelt.
Schon kamen die Erinnerungen zutage an die Zeiten des „Krefelder Appells“ der 1980-er Jahre oder so manche Unterstützung von Bürgerinitiativen, als wir mit Unverdrossenheit und offensiv ans Unterschriftensammeln gingen. Natürlich hatten wir damals immer den real existierenden Sozialismus in unserem Nachbarland im Hinterkopf, der uns die Sicherheit unseres Tuns gab.
Aber wir stellen auch heute fest: Das offensive Herangehen an die Menschen, von denen wir was wollen – nämlich deren Unterschrift für unsere Kandidaten – funktioniert immer noch. Keineswegs zu 100 Prozent, und von etlichen Angesprochenen holt man sich eine Abfuhr aus tausenderlei Gründen. Aber beim nächsten Gespräch kann es schon wieder klappen.
Durch die Unterschriftensammlung kommen wir mit vielen Menschen in Kontakt, der wahrscheinlich ansonsten ausgeblieben wäre. Selbst hatte ich mir mal vorgenommen, bekannte Nachbarn in meinem Wohngebiet an einem Abend gezielt aufzusuchen; man klingelt, wird hereingelassen, kommt zum Thema und meist zur Unterschrift und bespricht anschließend noch so manch anderes. Heute fehlen die Listen weder beim Besuch in der Stammkneipe noch bei Zusammenkünften mit den Vereinen oder einfach nur beim „Aus dem Haus gehen“.


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Leserbrief zu »Unterschriftenlisten immer dabei«, UZ vom 24. März 2017





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