Aus Frust die AfD

Von Volker Wirth, Berlin
|    Ausgabe vom 17. März 2017

Die Überschrift müsste wohl lauten „Mal wieder in Wahlzeiten: SPD entdeckt die soziale Frage“. So ähnlich hat sich Janine Wissler ausgedrückt. Es gibt in der Linkspartei auch viele vernünftige bzw. nüchterne Menschen, nicht nur „Rot-Rot-Grünlinge“. Man kann es m. E. auch so sagen: „Mit Wahl-Speck fängt man Wähler.“ Schulz blinkt links, Seehofer blinkt rechts, Merkel blinkt nach beiden Seiten, sozusagen mit der Warnblinkanlage, und um den 10. Oktober herum finden sich alle wieder in einer großen Koalition zusammen. Ob dann Schulz Kanzler und Merkel Vizekanzlerin wird oder umgekehrt, wird weder außen- und kriegspolitisch noch sozialpolitisch oder umweltpolitisch eine wesentliche Rolle spielen. „Weiter so“ wie bisher mit kleinsten Korrekturen an Hartz IV und NATO-Treue über alles. Und die Leute fallen entweder wieder mal darauf herein oder wählen aus Frust die sozial reaktionäre AfD.


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (redaktion@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu »Aus Frust die AfD«, UZ vom 17. März 2017





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.