Der rote Kanal

|    Ausgabe vom 10. März 2017

Chronik eines Desasters
Am 11. März 2011 kam es infolge eines Tsunamis in der Atomanlage nahe der japanischen Stadt Fukushima zu einem nuklearen Super-GAU. Die hier von Arte gesendete Dokumentation liefert laut Ankündigung anhand von Simulationen „wesentliche Erkenntnisse“ über die Vorgänge in der Atomanlage. Interviews mit den Kollegen, die zum Zeitpunkt der Katastrophe im Kraftwerk arbeiteten, sollen es ermöglichen, die Ereignisse im Kontrollraum des Kernkraftwerks zu rekonstruieren. Dazu gibt es 3D-Computergrafiken und nachgestellte Szenen. Zudem will die Dokumentation ein Schlaglicht auf bisher selbst von Experten nicht erkannte Schwachstellen von Atomkraftwerken werfen.
Fukushima, Japan 2012
Sa, 11.3., 23.55 Uhr, arte

Deutscher Kleinkunstpreis
Der Deutsche Kleinkunstpreis, moderiert von Urban Priol im Mainzer „unterhaus“. Preisträger ist in diesem Jahr neben Tobias Mann, Nico Semsrott und Hazel Brugger unser alter Bekannter Konstantin Wecker (er bekommt den „Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz“).
Mit Nico Semsrott wird angeblich ein Künstler ausgezeichnet, der mit seiner „Standup-Tragedy“ sogar „ein eigenes Genre erfunden“ haben soll. Ansonsten sind „wortgewandt“, „bitterböse“, „schlagfertig“, „absurd“ die gängig formulierten Lobpreisungen für diejenigen, die ausgezeichnet werden sollen.
Konstantin Wecker würdigt die Jury als „streitbaren Liedermacher und unbeugsamen Moralisten“. Er singt, so die Jury, „mit Herz, Hirn und Haltung, mit Wut und Zärtlichkeit für eine friedliche und gerechte Welt“. Klingt so, als hielten sie ihn für einen Spinner.
So, 12.3., 20.15 Uhr, 3sat


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Leserbrief zu »Der rote Kanal«, UZ vom 10. März 2017





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