Erinnerung an die 80 Jahre

Von Ulrich Toeppe
|    Ausgabe vom 10. März 2017

Was soll ich dazu sagen? Da habe ich nun mit „schwammigen und z. T. unmarxistischen“ Formulierungen im aktuellen Parteiprogramm gelebt ohne dass es bei mir Verwirrung ausgelöst hätte. Auch die „umherschwimmenden Versatzstücke“ einer Strategie, die damals entwickelt wurde, haben mich nicht aus dem Konzept gebracht.
Nun aber kommt Klarheit in den Laden. Nun bekomme ich gesagt, wie Bündnispolitik aussehen sollte, wobei der Klassenstandpunkt eine hervorragende Rolle spielen muss. Das habe ich wohl in meiner Tätigkeit in vielen Bündnissen in den vielen Jahrzehnten nie bedacht. Da mir der Sinn für eine „verschworene Gemeinschaft“ fehlt, kann ich auch mit der Guerilla-Taktik nichts anfangen. Aber mal im Ernst: Diese Debatte erinnert mich fatal an die Debatten Ende der achtziger Jahre in der Partei, (Betonköpfe und Neuerer) die der Partei einen unheimlichen Schaden zufügte. Ein neuer Bruch, den ich nicht noch einmal erleben möchte, würde auch das Ende der Partei bedeuten und die beste Strategiedebatte wäre hinfällig.


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (redaktion@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu »Erinnerung an die 80 Jahre«, UZ vom 10. März 2017





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.