Komplizenschaft

Von Georges Hallermayer, Sarreguemines
|    Ausgabe vom 6. Januar 2017

Dank an Paul Rodermund, der die schändliche Geschichte der deutschen Komplizenschaft an der kolonialistischen Apartheid-Politik dem Vergessen entreißt. Denn wie er richtig sagt, eine Wiedergutmachung steht noch aus. Und wie die aktuellen Zahlen zeigen, zieht deutsches Kapital weiterhin ungehemmt Mehrwert aus südafrikanischer Arbeitskraft. Mit den von Paul Rodermund angeführten 600 Unternehmen, die an die 100 000 Mitarbeiter ausbeuten, sind ebenso viele deutsche Unternehmen auf dem südafrikanischen Markt wie aus den USA gesteuerte, die zu 95 Prozent von dem Freihandelsvertrag AGOA profitieren. In einem Punkt ist Rodermund zu korrigieren: Deutschland ist mittlerweile zu Südafrikas Handelspartner Nummer 2 aufgestiegen: 2014 wurde für 4,9 Mrd. Euro nach Deutschland exportiert und aus Deutschland wurden Waren im Wert von 8,3 Mrd. Euro bezogen.


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Leserbrief zu »Komplizenschaft«, UZ vom 6. Januar 2017





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