Nordbremer Bürger gegen den Krieg

|    Ausgabe vom 4. November 2016

Seit 15 Jahren sind Friedensbewegte jeden Freitag auf der Straße. Ein Personenbündnis aus Kommunisten, Sozialdemokraten, Parteilosen, Gewerkschaftern, Christen und Pastoren führten am historischen 9. November 2001 ihre erste Friedenskundgebung durch. Nach der zweiten und dritten Friedenskundgebung jeweils eine Woche später, war uns allen klar, wir machen das jeden Freitag an der gleichen Stelle um 17 Uhr in Bremen-Vegesack vor dem Kaufhaus Leffers.
Das Plakat „Refugees Welcome“ und ganz besonders das große Transparent „Gegen die Diener des Todes“ prägt wöchentlich am Freitag seit 15 Jahren den Kundgebungsort, genauso wie die 15 Jahre alte Spendendose, die jeden Freitag für die Internationale Solidarität herumgereicht wird. Die Friedensinitiative sammelt gerade für die „Elektrifizierung von Ärztehäusern mit Solarenergie“ in den Bergregionen Havannas/Kuba. Dem Verein „KAREN für die Förderung Alternativer Energien in der Karibik“ konnten in den Jahren der Friedens- und Solidaritätskundgebungen über 7 200 Euro übergeben werden; insgesamt wurden in den 15 Jahren in der Fußgängerzone für verschiedene soziale und humanitäre Projekte knapp 30 000 Euro gesammelt.
Mitglieder der Friedensinitiative putzen regelmäßig 40 Stolpersteine für ermordete Juden und Jüdinnen, Kommunisten und angeblich „Schizophrene“, übernahmen Patenschaften für Stolpersteine, geben den Menschen Namen und Gesicht.
Die KZ Gedenkstätte Bahrsplate in Blumenthal und die große Rasenfläche werden regelmäßig vom Müll gereinigt.
Die Initiative Nordbremer Bürger gegen den Krieg hat den Schauspieler Rolf Becker für Donnerstag, den 17. November um 19 Uhr ins Gustav Heinemann Bürgerhaus, Cafeteria eingeladen.
Rolf Becker liest Heinrich Heines „Und Deutschland?… Ich weiß nicht…“ Für die Heinrich-Heine-Lesung wird kein Eintritt erhoben; um eine großzügige Spende wird gebeten. Die Initiative Nordbremer Bürger gegen den Krieg, die am Freitag ihre 735. Friedenskundgebung durchführen wird, ist fest davon überzeugt, dass sie im Dezember 2016 auf der Beiratssitzung in Bremen-Blumenthal dem Ortsamtsleiter Peter Nowack eine Spende von über 2 000 Euro für ein antifaschistisches Projekt überreichen kann.


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Leserbrief zu »Nordbremer Bürger gegen den Krieg«, UZ vom 4. November 2016





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