Ausgegrenzt, stigmatisiert, ermordet

Gedenkveranstaltung „Krankenmorde“ in Osnabrück
Von lmö
|    Ausgabe vom 30. September 2016
Gedenkveranstaltung „Krankenmorde“ in Osnabrück (Foto: Lars Mörking)
Gedenkveranstaltung „Krankenmorde“ in Osnabrück (Foto: Lars Mörking)

Mit einem Gedenkmarsch zum ehemaligen Landeskrankenhaus in Osnabrück erinnerten Mitglieder der VVN-BdA und Gewerkschaftsmitglieder am letzten Sonntag an die Ermordung von geistig und körperlich Kranken in der Zeit der faschistischen Herrschaft in Deutschland.
Auf dem Gelände, auf dem auch heute eine vom Schweizer Ameos-Konzern betriebene Psychiatrie angesiedelt ist, wurden vor elf Jahren zwei Stelen als Mahnmal aufgestellt. „Ich bin ausgegrenzt, stigmatisiert, zwangssterilisiert, ermordet und vergessen“ lautet ein Teil der Inschrift.
Um das Vergessen nicht zuzulassen, erinnerte die Kreisvorsitzende der VVN-BdA, Eveline Wefer-Kamali, an die Ziele der „Rassenhygiene“ und der „Leistungsmedizin“, die von einem messbaren Wert menschlichen Lebens ausgingen und bei deutschen Ärzten durchaus positiv aufgenommen worden seien. Die GEW-Kreisvorsitzende Astrid Müller trug beispielhaft deutsche Gerichtsurteile vor, um aufzuzeigen, dass Herabwürdigung, Aussonderung und Erniedrigung noch immer den Umgang mit behinderten Menschen prägen.
Die musikalische Begleitung übernahm der Gewerkschaftschor „Roter Akkord“.


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (redaktion@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu »Ausgegrenzt, stigmatisiert, ermordet«, UZ vom 30. September 2016





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.