Wie die Malocherstadt aussieht

Von Wolfgang Richter, Dortmund
|    Ausgabe vom 5. August 2016

Hallo Anja Röhl, welchen Weg zum Pressefest in Dortmund hast du denn genommen und welchen Revierpark hast du gefunden? Du scheinst einem Klischee aufgesessen zu sein, das im langen Sterben der hiesigen Montanindustrie entwickelt und gepflegt wurde. Was du als gestorbene Malocherstadt beschreibst, gibt es noch immer, ist aber vor allem abzulesen an den Zahlen von Arbeitsagentur und Jobcenter und nur punktuell noch in finsteren Nord- und Vorstadtbildern, die du bemühst. Die unbeirrbar sozialdemokratisch geführte Stadtentwicklung müht sich, das Elend zu verdecken und eine in ihren Worten ‚gut aufgestellte‘ Stadt zu zeigen. Äußerlich gelingt ihr das auch einigermaßen und schafft so das neue Klischee: Wir schaffen das – im real existierenden Kapitalismus. Die innewohnenden Widersprüche hebt sie nicht auf.


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