Wie ein Kind auf der Schulbank

Von Heide Janicki, Braunschweig
|    Ausgabe vom 29. Juli 2016

Der Artikel ist eine wortreiche Erklärung, warum die Partei den Aufruf „Aufstehen gegen Rassismus“ nicht unterschrieben hat. Warum wird das nicht klar und eindeutig gesagt? Falls man eine Aussage im Aufruf vermisst, kann das benannt/kritisiert, aber trotzdem unterschrieben und dann gemeinsam gekämpft werden.
Als ich am Schluss des Artikels war, hatte ich das Gefühl, als Kind auf der Schulbank zu sitzen. Dieser belehrende Ton ist überheblich und arrogant. Was „wir“ genauestens zu lernen haben, lehrt uns die Realität. Aus ihr haben wir Schlüsse zu ziehen. Für mich heißt das, Woche für Woche gegen BRAGIDA zu kämpfen, und zwar in einem Bündnis, das im Januar 2015 von über 300 Parteien, Gewerkschaften, Organisationen und Einzelpersönlichkeiten gegründet worden ist. Dass dieses Bündnis den Aufruf „Aufstehen gegen Rassismus“ aus Einsicht in die Notwendigkeit unterschrieben hat, war selbstverständlich. Dazu kommen Aktionen gegen die AfD und die Jungen National„demokraten“, denen ein gewalttätiges Mitglied angehört, das nach über 30 Straftaten incl. Körperverletzung nun endlich in U-Haft genommen worden ist.
Ich verstehe nicht, warum der Verfasser sich nicht der marxistischen Terminologie bedient. Die Weltanschauung von Kommunisten ist eine Wissenschaft, die auf den Lehren von Marx, Engels und Lenin sowie weiteren Klassikern beruht und keine Ideologie. Deshalb: Marx begreifen – Rassismus bekämpfen!


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