DKP kandidiert in Mecklenburg-Vorpommern

Eine Stimme für die DKP ist ein „Nein zu Sozialabbau, Faschismus und Krieg“
|    Ausgabe vom 22. Juli 2016

Gegen Sozialabbau
Erich Bartels: Warum ich kandidiere
„Unser Land wurde in den letzten 25 Jahren zum Armenhaus der Bundesrepublik. Vorbei sind die Zeiten der DDR als Arbeitslosigkeit ein Fremdwort war. Armut im Alter ist für viele der jetzt Berufstätigen auch nach einem langen Arbeitsleben vorprogrammiert. Gleichzeitig erwirtschaftet die Landesregierung einen Haushaltsüberschuss. Bei dieser Politik gibt es eindeutige Verlierer. Dagegen möchte ich mit meiner Kandidatur ein Zeichen setzen.“

Die DKP-Liste ist zu den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern am 4. September zugelassen worden. Die Partei musste dazu Unterstützungsunterschriften bei der Landeswahlleiterin einreichen. Nach den neuesten Umfragen wird die SPD, die derzeit in einer großen Koalition den Ministerpräsidenten Erwin Sellering stellt, viele Stimmen verlieren, die AfD könnte 19 Prozent der Stimmen erhalten.
Der DKP-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern hat sich erst 2013 gegründet, er tritt zum ersten Mal bei einer Landtagswahl an. Um kandidieren zu können, müssen kleine Parteien 100 Unterstützungsunterschriften vorlegen. Die DKP hat unter anderem am Infostand am 1. Mai in Rostock und Schwerin 142 Unterschriften sammeln können.
Diese Unterschriften reichte sie fristgerecht Anfang Juni ein, der Landeswahlausschuss brauchte jedoch deutlich länger als vorgesehen, um die Unterschriften zu zählen und zu beglaubigen. Die Behörde stellte den Parteien veraltete Unterlagen für die Sammlung zur Verfügung, mehrere Parteien beschwerten sich.
Eine Stimme für die DKP sei ein „Nein zu Sozialabbau, Krieg und Faschismus“, heißt es im Wahlprogramm. Die Slogans der anderen Parteien – „Aus Liebe zu M-V“ (Linkspartei), „Heimat als Mittelpunkt“ (CDU) – seien beliebig, die DKP wolle „bewusst linke Kernthemen in den Mittelpunkt“ stellen.
Es kandidieren: Robert Kühne (29), Zeitarbeiter in einem Schweriner Callcenter, neben der DKP aktiv in der SDAJ; Erich Bartels (64), stellvertretender Landesvorsitzender der DKP; Daniel Leon Schikora (39), Doktorand der Politikwissenschaften an der Uni Rostock.
Nach einer Infratest-Dimap-Umfrage vom 30. Juni kann die SPD am 4. September mit 22 Prozent der Stimmen rechnen – bei der letzten Wahl 2011 waren es noch über 35 Prozent gewesen. Die CDU könnte auf 25 Prozent kommen, damit ist unklar, ob eine große Koalition möglich ist. Für die AfD werden 19 Prozentpunkte vorausgesagt, die Linkspartei kommt in der Umfrage auf 17 Prozent (2011: 18,4).

Gegen Sozialabbau
Erich Bartels: Warum ich kandidiere
„Unser Land wurde in den letzten 25 Jahren zum Armenhaus der Bundesrepublik. Vorbei sind die Zeiten der DDR als Arbeitslosigkeit ein Fremdwort war. Armut im Alter ist für viele der jetzt Berufstätigen auch nach einem langen Arbeitsleben vorprogrammiert. Gleichzeitig erwirtschaftet die Landesregierung einen Haushaltsüberschuss. Bei dieser Politik gibt es eindeutige Verlierer. Dagegen möchte ich mit meiner Kandidatur ein Zeichen setzen.“


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