Eindrücke vom Wochenende

|    Ausgabe vom 8. Juli 2016

Mehrere zehntausend Kommunistinnen, Gewerkschafter und Antifa-Aktivistinnen, Anwohner, Künstlerinnen und internationale Gäste haben das UZ-Pressefest besucht. UZ sprach mit sechs von ihnen.

Viktoria V.

Viktoria V.

Viktoria V.
SDAJ-Mitglied
„Gestern bei unserem Verbandstreffen war die Bühne rappelvoll, als die neuen Mitglieder sich vorgestellt haben. Es war wunderschön, die neuen Gesichter und so viel Motivation zu sehen.
Dieses Fest vorzubereiten ist sauanstrengend für die, die schon beim Aufbau dabei sind und beim Abbau noch hierbleiben. Aber es lohnt sich immer wieder, weil das Fest Menschen begeistert.“

David Lang

David Lang

David Lang
Bundesvorsitzender der Kommunistischen Jugend Österreichs
„Das ist natürlich nicht mein erstes Pressefest. In diesem Jahr sieht man, dass die DKP mit neuem Leben erfüllt ist.
Für mich ist das SDAJ-Verbandstreffen immer ein Highlight. Hier lernt man Genossinnen und Genossen kennen, die man dann beim LLL-Wochenende in Berlin, am Festival der Jugend wiedertrifft. Man kommt mit vielen Inspirationen zurück, man kann sich dieses oder jenes abschauen, man kann dort und da sagen: Das machen wir aber besser.“

Martin Gräbener

Martin Gräbener

Martin Gräbener
Fraktionsvorsitzender der Partei „Die Linke“ im Siegener Stadtrat
„In Siegen arbeiten wir mit der DKP gut zusammen – trotz unterschiedlicher Positionen in manchen Fragen. Ich sage immer: Das sind Widersprüche auf unserer Seite der Barrikade. Heute müssen wir eng zusammenarbeiten gegen die Rechtsentwicklung. Wir brauchen die Vernetzung unter Linken – deshalb sind wir auch hier mit dem Zelt der Bundesfraktion der Partei ‚Die Linke‘.
Ich bin das erste mal auf dem UZ-Pressefest – in den 70ern war ich bei der KPD-AO. Ich wollte mal einen Eindruck bekommen von diesem Fest – man hört immer von den DKP-Genossen und von anderen, dass das so schön ist. Es ist wichtig, dass organisierte Kommunisten in der Lage sind, so was auf die Beine zu stellen.“

Angelika Richter-Manecke

Angelika Richter-Manecke

Angelika Richter-Manecke
Mitglied des DKP-Parteivorstandes
„Das ein tolles solidarisches Fest. Wir werden aus Fehlern lernen, und das nächste Fest wird noch besser werden – wir haben zum Beispiel im Zelt der DKP Hessen und Baden-Württemberg zu wenige Programmpausen eingeplant, und wir müssen die Arbeit auf mehr Leute verteilen.
Aber dieses Fest ist nützlich. Es ist wichtig, dass die Schon-Genossen Kraft tanken können. Und ganz viele, die uns nahe stehen, sagen: Toll, wie die Kommunisten das hinkriegen – diese kleine Partei, so ein Riesenfest. Die Anerkennung, die wir bei Gewerkschaftern kriegen, ist klasse.
Bei unserem Branchentreffen ‚Gesundheitswesen‘ haben wir mit zehn oder fünfzehn Leuten gerechnet. Am Ende hatten wir über 50 Teilnehmer, die meisten aus dem Gesundheitswesen. Wir haben angefangen, uns zu vernetzen – ver.di will ja in die Auseinandersetzung um die Personalbemessung gehen, da muss die Partei ihren Beitrag leisten.“

Alex Mrosek

Alex Mrosek

Alex Mrosek
Jugendvertreter an der Uniklinik Essen
„Die Lieder, die Achim Bigus beim Arbeiterliederabend gesungen hat, sind ja hochaktuell. Im Arbeitsleben hat sich ja nicht viel geändert: Die Leute arbeiten zu schlechten Bedingungen und kriegen nicht das Geld, das sie verdient hätten. Den Profit streichen die Arbeitgeber ein. Diese Lieder klingen alt – aber sie sind übertragbar auf unsere Zeit.
Das ‚Einheitsfrontlied‘ ist mein absolutes Lieblingslied. In dem Lied geht es um Menschlichkeit, darum, dass ein Mensch ein ordentliches Auskommen braucht. Das ist heutzutage häufig nicht gegeben: Wenn die Leute ein Leben lang in prekärer Beschäftigung gearbeitet haben, dann müssen sie trotz Mindestlohn wieder Sozialleistungen beantragen, wenn sie in Rente gehen.“

Karin Gerlich

Karin Gerlich

Karin Gerlich
Frühere ver.di-Sekretärin, heute Rentnerin
„Ich bin hier nicht nur, weil das Fest so toll ist, sondern auch, weil ich mit der DKP sympathisiere. Ich war gerade bei der Diskussion ‚CETA und die Gefahren für Kommunen und Bundesländer‘ gewesen. Das war so eine ausgezeichnete Analyse, dass ich die Bitte geäußert habe, mir den Vortrag zuzumailen, damit ich ihn weitergeben kann.“


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