Erfurt – Stadt des Friedens?

Kriegswerbung wurde nicht kommentarlos hingenommen
Von FZ
|    Ausgabe vom 17. Juni 2016
 (Foto: DKP Erfurt)
(Foto: DKP Erfurt)

Im Jahre 1991 beschloss der Erfurter Stadtrat, dass Erfurt den Titel „Stadt des Friedens“ tragen solle. Ab Mai 2009 kam dann noch der Titel „Erfurt: Ort der Vielfalt“ hinzu. Das alles hört sich für uns erst mal nicht schlecht an, doch wie ist die Sache in der Wirklichkeit? Ist Erfurt wirklich eine Stadt des Friedens?
„Wir finden nein!“ meinten Friedensfreunde. Denn am 29. März 2009 weihte die Frau des Erfurter Oberbürgermeisters Andreas Bausewein (SPD) die Korvette F262 auf den Namen Erfurt ein. Am 15. Januar 2013 wurde das Logistikkommando und Karrierecenter der Bundeswehr in Dienst genommen. Bei so viel militärischer Infrastruktur verwundert es einen nicht, warum die Bundeswehr ihren „Tag der Bundeswehr“ mitten auf dem Erfurter Domplatz, dem „Wohnzimmer“, abhalten konnte.
Ziel war es an diesem Tag, Familien und besonders jungen Menschen die Bundeswehr als ganz normalen Arbeitgeber zu zeigen. Doch wurde dieser Tag von den Friedensfreunden nicht einfach hingenommen. So beteiligten sich Genossen von SDAJ und DKP an kreativen Aktionen vor dem Leopard 2-Panzer durch einen Flashmob und Transpi Aktion. Außerdem wurden über 200 Flugblätter verteilt mit dem Titel „Bundeswehr – Kein Arbeitgeber wie jeder andere“.
Darüber hinaus gab es den ganzen Tag über verschiedene Aktionen und Infostände vor dem Domplatz von FDJ, SDS/Solid, Friedensforum und Naturfreunde-Jugend.


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