Griechenland besteht auf Rückgabe

Parthenon-Fries immer noch im British Museum
Aus ZLV
|    Ausgabe vom 27. Mai 2016
Marmorelement des Parthenon-Fries (Foto: Scott Gosnell/wikimedia.org/public domain/File:Parthenon pediment statues.jpg)
Marmorelement des Parthenon-Fries (Foto: Scott Gosnell/wikimedia.org/public domain/File:Parthenon pediment statues.jpg)

Im jahrzehntelangen Streit um die Parthenon-Friesteile beharrt Griechenland auf der Rückgabe der wertvollen Skulpturen aus London. „Wir bestehen darauf“, sagte Kulturminister Aristidis Baltas der Deutschen Presse-Agentur. Eine Klage vor internationalen Gerichten schloss der Minister nicht aus, dies sei aber nicht der geeignete Moment.
Die antiken Marmorelemente aus der Athener Akropolis sind seit 1816 im Besitz des British Museum. Seit 1982 fordert Griechenland sie zurück, die Briten verweigern dies.

Marmorelement des Parthenon-Fries

Marmorelement des Parthenon-Fries

( Adam Carr/wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/File:Ac marbles.jpg)

Es müsse ein weltweites Bewusstsein entstehen, wie wichtig es sei, dass das Weltkulturerbe vollständig sei, sagte der Minister. Dafür arbeiteten mehrere Vereinigungen und Initiativen weltweit. Noch im Oktober 2014 hatte die Anwältin Amal Clooney, Ehefrau von Hollywood-Star George Clooney, erklärt, die Rückgabe müsse vor internationalen Gerichten verhandelt werden – es sei eine gerechte Forderung. Die Londoner Kanzlei, für die Amal Clooney arbeitet, vertritt Griechenland seit 2011.
Der britische Botschafter Lord Elgin hatte Anfang des 19. Jahrhunderts die am besten erhaltenen Teile („Elgin Marbles“) des Parthenon abbauen und nach England bringen lassen. Er verkaufte sie 1816 an das Britische Museum. 56 von 96 Platten des Frieses befinden sich seitdem dort.
Der Parthenon („Jungfrauengemach“) ist eines der berühmtesten noch existierenden Baudenkmäler des antiken Griechenland.
Athen hat 2009 ein neues Museum unterhalb der Akropolis errichtet. Dort werden die echten und die fehlenden Friesteile als Nachbildungen ausgestellt.


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (redaktion@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu »Griechenland besteht auf Rückgabe«, UZ vom 27. Mai 2016





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.