Dorf des Widerstands

KommunistInnen aus Südbayern, Saarland und Rheinland-Pfalz rücken auch mit einem trojanischen Pferd an
Von Walter Listl
|    Ausgabe vom 27. Mai 2016

Genossinnen und Genossen aus den Bezirken Südbayern, Saarland und Rheinland-Pfalz werden beim Pressefest ein „Dorf des Widerstands“ aufbauen. Neben den „pressefestüblichen“ Elementen (Zelt, Bühne für Kulturprogramm…) sollen in dem „Dorf des Widerstandes“ Gestaltungselemente aus verschiedenen Widerstandsaktionen aufgebaut werden.
Beispielsweise aus den Anti-Siko-Aktionen die Schilder „Blutlinie der NATO“, ein symbolischer Flüchtlingszaun, mit dem gegen die Flüchtlingspolitik der EU protestiert wird, ein trojanisches Pferd, mit dem über die Funktion von TTIP aufgeklärt wird, Atommüllfässer, die große Anti-Siko-Totenkopfwand, Transparente aus verschiedenen Widerstandsbewegungen u. v. a. m.
Unser Anliegen ist, nicht nur die DKP beim Pressefest zu präsentieren, sondern Symbole verschiedener politischen Widerstandsbewegungen, die sich gegen neoliberale Politik wehren und in denen die DKP mitarbeitet.
Gleich nebenan wird das isw (Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung) die neu erschienen Hefte „Auf der Flucht“ und „Demokratie und Internet“ vorstellen.
Die isw-Ausstellung mit 12 Tafeln zum Thema „Armut und Reichtum“, die bei den G7-Aktionen im vergangenen Jahr Premiere hatte, wird Teil des isw-Standes sein.
Es sind mehrere Diskussionsrunden geplant. Der Vorsitzende des ISW, Conrad Schuhler, wird bei einer isw-Veranstaltung im Dorf zum Thema „EU zerschlagen oder demokratisieren?“ zur Diskussion einladen.
Im Juli jährt sich zum ersten Mal die Oxi-Abstimmung in Griechenland.
Wir haben daher einen Vertreter von Syriza eingeladen zum Thema: „Situation in Griechenland – Bilanz der Syriza-Regierung und Ausblick“.
Eingeladen haben wir Bettina Jürgensen, Mitglied des Vorstands der marxistischen linken, zu Problemen einer engeren Zusammenarbeit der politischen Linken gegen Krise und das Erstarken nationalistischer und rassistischer Kräfte.
Geplant ist u.a. eine Gesprächsrunde mit dem Thema: „Streik ist keine Sonntagsschule“ und „Europaweit gegen Austerität – für eine Millionärssteuer!“
Der ehemalige MSB-Vorsitzende (Maxistischer Studentenbund) Michael Maercks will MSB-Aktivisten der ersten Stunde zu einem „Ehemaligen-Treffen“ ins Dorf des Widerstands einladen.
Weitere Gesprächsrunden sind geplant – ebenso wie ein buntes Kulturprogramm. Wir freuen uns, dass auch Genossinnen und Genossen aus anderen Bezirken ihre Unterstützung für das Dorf des Widerstands zugesagt haben.


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Leserbrief zu »Dorf des Widerstands«, UZ vom 27. Mai 2016





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