Sonnenschein im Revierpark Wischlingen

In Dortmund berieten die Verantwortlichen für das Pressefest 2016
Von Werner Sarbok
|    Ausgabe vom 8. April 2016
Richtungsweisend: Ulrich Abczynski erläutert den Standort der Hauptbühne (Foto: Werner Sarbok)
Richtungsweisend: Ulrich Abczynski erläutert den Standort der Hauptbühne (Foto: Werner Sarbok)

Strahlender Sonnenschein im Revierpark Wischlingen in Dortmund, und das Anfang April: Eine vielversprechende Wetteransage für das diesjährige UZ-Pressefest. Das war schließlich der Grund, dass sich etwa 40 Aktive der DKP – Mitglieder der Zentralen Pressefestkommission, die Verantwortlichen aus fast allen der DKP-Bezirken sowie anderer Teilbereiche – am 2. April trafen, um den bisherigen Stand der Vorbereitungen zu diskutieren und die noch offenen Fragen zu thematisieren.
Wera Richter als Gesamtverantwortliche des Festes stellte zu Beginn der Beratung die Programmhöhepunkte vor, thematisierte aber auch, dass es nun darum geht, das hohe Niveau der Werbung und der Finanzakquise, mit dem die DKP im vergangenen Jahr gestartet ist, auch bis zum Juli durchzuhalten. Der technische Leiter, Ulrich Abcynski, zeigte sich optimistisch, dass das Fest wieder gemeinsam gestemmt werden kann. Startschuss des Aufbaus wird Montag, der 29. Juni sein, der Kern der Auf-und-Abbau-Truppe steht. Aber noch immer wird um weitere Helfer gerungen (in der kommenden UZ wird es dazu noch einen gesonderten Beitrag geben).
Frühstück ab 6.00 Uhr
Die beiden Bezirksorganisationen der DKP in Nordrhein-Westfalen gehen ihre Beiträge zum Pressefest erstmals gemeinsam an. Sie haben zwar eigene Bereiche, richten aber eine gemeinsame Bühne mit Programm aus. Da ist noch jede Menge in der Feinabstimmung zu tun. Als große Herausforderung sehen beide Bezirke, die Mitglieder aus ihren Gruppen und Kreisen für die Werbeeinsätze in Dortmund zu motivieren. Auch da ist noch eine Menge zu tun, die UZ wird auch darüber berichten. Wichtig ist – daher sei das hier schon mal vermeldet: Die DKP Ruhr-Westfalen bietet an den Pressefest-Tagen ab 6.00 Uhr Frühstück an – für Frühaufsteher und Nachtschwärmer gleichermaßen.
Dirk Wilke stellte den Vorbereitungsstand der Nordlichter dar: Klar ist, dass die Kogge kommt, auch der obligatorische Fischwagen ist im Gespräch – da müssen noch Helfer gefunden werden. „Ein Riesenaufwand alles, Kogge transportieren, auf- und abbauen, die Schichten abdecken … Aber das kriegen wir hin“, zeigt sich der Hamburger optimistisch. Kleinkunst wird es um den Bereich der Kogge geben: Jane Zahn will Kleinkünstler für diesen Bereich gewinnen. Übrigens: Die Kogge wird etwa in dem gleichen Bereich wie vor zwei Jahren stehen, in der Nähe der Hauptbühne und der Casa Cuba – da werden allerdings noch die genauen Standorte auf dem Plan hin- und hergeschoben.
3 500 Cocktails in Vorbereitung
Die Freunde der Casa Cuba haben sich fürs Fest eine Menge vorgenommen, was auch durch ein größeres Zelt deutlich wird. Bar, Trödelmarkt und das Café Che werden weiterentwickelt, kubanischer Eintopf und Süßspeise sind als Essensangebote geplant. 3 500 Cocktails sollen frisch geschüttelt werden. Am Samstag erwartet die Besucher eine kubanische Nacht, und nicht nur für das politische Programm werden Gäste von der sozialistischen Insel erwartet.
„Auf der Krim“, also am See, werden die Ostbezirke der DKP, die Tageszeitung „junge Welt“ und das Bochumer DDR-Kabinett Stellung beziehen. Die DKP Berlin wird ihren Wahlkampf darstellen, einer ihrer Schwerpunkte ist die Mietenpolitik. Auch der „Sachsensumpf“ wird dort zu finden sein, jede Menge Diskussion und politische Lieder in gleichem Maß.
Auf dem gleichen Platz wie in den Vorjahren wird sich wieder die DKP Niedersachsen präsentieren, inhaltlich mit der Vorbereitung der Kommunalwahl und mit der politischen Auseinandersetzung mit der AfD, kulinarisch mit Nudeln, Tomatensauce und diversen Suppen.
Die DKP-Bezirke Hessen und Baden-Württemberg bereiten wieder einen gemeinsamen Betrag vor. Handkäs mit Musik und Rindswurst sowie Kuchen „wie von Muttern“ werden dabei die Hessen anbieten, „aale Wurst“ gibt’s aus dem Norden des Bundeslandes, Crêpes, Apfelsaft und -wein gehören auch zum Repertoire. Für die Fans schon mal zum Vormerken: Der Clearwater-Chor aus den USA wird dort auch für Stimmung sorgen. Mit den Diskussionsrunden zu 60 Jahren KPD-Verbot, zur Kommunalpolitik und der Zukunft der Automobilindustrie gibt’s auch spannende inhaltliche Beiträge aus den beiden Bundesländern. Der DKP-Bezirk Baden-Württemberg betreut darüber hinaus noch das Kinderfest – auch darüber werden wir noch ausführlich berichten.
Der Jugendbereich wird 2016 nur noch von der SDAJ betreut, das Rote Antifa-Zelt wird sich an einer anderen Stelle wiederfinden. Die SDAJ will ihre Kampagne zum Antimilitarismus und Antiimperialismus vorstellen, ihre Politik der Interessenvertretung wie den Kampf um die 30-Stunden-Woche. Das Programm für die Außenbühne steht bisher noch nicht fest.
Klaus Leger, Bundeskassierer der DKP, stellte den Stand für das „Café K“ dar. Es soll etwas größer werden als im Vorjahr, die positiven Erfahrungen werden dabei berücksichtigt. Zusätzlich soll das Café auch als Aufenthaltsbereich für internationale Gäste dienen, der Verkaufsbereich soll gestärkt werden.
Für die DKP Dortmund konnte Wolfgang Richter feststellen: „Unser Programm ist jünger geworden.“ Der gastgebende Kreis der DKP wird Gesprächsrunden mit lokalen Politikern und Gewerkschaftern sowie Kulturbeiträge mit heimischen Künstlern anbieten. Wie immer trägt Dortmund einen starken Anteil an der Werbung für das Fest. Diesmal hat sich die Partei noch etwas Besonderes vorgenommen: Am 18. Juni – zwei Wochen vor dem Pressefest – soll mit einem „kleinen Pressefest“ am Borsigplatz für das große Fest im Revierpark geworben werden. Nicht nur dazu wird aber dringend um Unterstützung aus der Nachbarschaft gebeten.


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Leserbrief zu »Sonnenschein im Revierpark Wischlingen«, UZ vom 8. April 2016





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