„Wie überwinden wir den Kapitalismus?“

Beratung der zentralen Bildungskommission
Von P. G.
|    Ausgabe vom 8. April 2016

Am vergangenen Sonntag fand in Frankfurt das bundesweite Vorbereitungsseminar der zentralen Bildungskommission der DKP zum aktuellen Bildungsthema statt. 26 TeilnehmerInnen aus 7 Bezirken waren zusammengekommen, um über Grundlagen marxistischer Strategie und Taktik, die antimonopolistische Strategie der DKP sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit der ‚Transformationsstrategie’ moderner Linksparteien zu diskutieren. „Für unsere ideologische Arbeit ist es elementar, eine Bildungspraxis zu entwickeln, die Debatten in der Arbeiterklasse aufgreift und mit einer marxistischen Analyse verbindet“, so Hans-Peter Brenner, stellvertretender Vorsitzender der DKP. Allen Teilnehmenden war dabei bewusst, dass dieses Ziel nicht mit einem Schlag zu erreichen ist, sondern marxistische Bildungsarbeit in der DKP längerfristig gestärkt und in einigen Gliederungen sogar ganz neu aufgebaut werden muss.
Grundlage der Diskussion war der Entwurf für ein Bildungsheft, das die Gruppen und Kreise in der Durchführung des Bildungsthemas unterstützen soll. Durchweg gelobt wurde der Anspruch des Materials, das sich nicht nur an Bildungsreferenten, sondern an alle Mitglieder der DKP richten soll. In einer konstruktiven Atmosphäre wurden anschließend bestehende Mängel des Entwurfs diskutiert, die nach dem Seminar in eine Überarbeitung des Bildungshefts münden sollen.
Unter der Leitung von Michaela Sohn wurde anschließend in einem Workshop die Durchführung eines Bildungsabends mit dem Bildungsmaterial produktiv diskutiert. Parallel widmete sich ein weiterer Workshop der Aktualität der antimonopolistischen Strategie. Dabei wurde gerade das Verhältnis zur reformistischen ‚Transformationsstrategie’ intensiv, wenn auch nicht erschöpfend diskutiert. In den Beiträgen der Referenten und in der anschließenden Diskussion wurde dabei betont, dass die heutige Abgrenzung von der ‚Transformationsstrategie’ in der Kontinuität der alten Kontroverse zwischen Luxemburg und Bernstein stehe. „Die Auseinandersetzung mit links-reformistischen Strategien ist deswegen wichtig, weil sie unter Gewerkschaftern und Kollegen diskutiert werden – also möglichen Partnern im Kampf gegen Sozialpartnerschaft und Standortnationalismus“, so Pablo Graubner, Bildungsreferent der DKP Hessen. Das Beispiel Portugal zeige etwa, dass die Zusammenarbeit mit links-reformistischen Parteien den Spielraum für fortschrittliche Kräfte erweitern könne. Der wichtigste Garant für eine fortschrittliche Politik sei aber weiterhin eine eigenständige und handlungsfähige kommunistische Partei.


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