Klares Zeichen gegen Rassismus und Gewalt

Aktionstag erinnert an den Brandanschlag von Winterbach vor fünf Jahren
Von Dieter Keller
|    Ausgabe vom 8. April 2016

Die Initiative Rems-Murr nazifrei, ein breites antifaschistisches Bündnis, dem u. a. die DGB-Ortsverbände im Rems-Murr-Kreis, die VVN/BdA sowie die DKP angehören, erinnert mit einem Aktionstag an den schrecklichen rassistischen Brandanschlag von Winterbach vor fünf Jahren. In der Nacht vom 9. auf den 10. April 2011 überfiel eine neofaschistische, rechtsradikale Horde neun Migranten auf einem Gartengrundstück in Winterbach. Nach einer mörderischen Hetzjagd und einem Brandanschlag auf eine Gartenhütte, in die die Gehetzten flüchteten, entkamen diese in allerletzter Sekunde dem Feuertod.
Der Brandanschlag und die vielen folgenden Anschläge und Übergriffe gegen Geflüchtete und „ihre“ Heime hätten gezeigt, so heißt es im Aufruf „wohin rassistische Hetze und rassistische Gewalt führen können. In vielen Teilen von Deutschland schossen rassistischen Bewegungen wie giftige Pilze aus dem Boden.“ Das Klima in unserem Land werde rauer und rücke weiter nach rechts. Ausdruck dafür seien auch die Wahlergebnisse der selbsternannten „Alternative für Deutschland“ (AfD). „Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, die Pegida-Bewegungen drängen auf die Straße. Schweigen und Ignoranz fördern ein gefährliches Klima. Wenn viele wegschauen fühlen sich die Faschisten wohl. … Doch „insgesamt ist der Zulauf der Gegenbewegungen erfreulich. Daran gilt es anzuknüpfen“, heißt es weiter im Aufruf.
Die Initiative Rems-Murr nazifrei sieht in dieser Aktion auch ein Aufgalopp gegen den geplanten Landesparteitag der AfD am 23. April in Waiblingen und dem geplanten Bundesprogrammparteitag in Stuttgart. Die Veranstalter wollen mit der Aktion am 9. April um 14.00 Uhr auf dem Markplatz in Winterbach nicht nur Erinnern, sondern ein klares Zeichen setzen gegen Rassismus und rechte Gewalt.


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