„Spanien im Herzen“ – Anna Seghers und der Spanische Bürgerkrieg

Tagung der Anna-Seghers-Gesellschaft am 21. und 22. November in Mainz
Von Eva Petermann
|    Ausgabe vom 25. September 2015

Die Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin und Mainz e. V. wurde 1991 in Berlin von Schriftstellern, interessierten Lesern, Literaturwissenschaftlern, Publizisten, Lehrern, Bibliothekaren und Archivaren gegründet. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Werk und Leben einer der bedeutendsten deutschen Erzählerinnen. Die Gesellschaft will anregen, sich mit ihren Romanen und Erzählungen, theoretischen und publizistischen Schriften auseinanderzusetzen und die Biographie zu erforschen. Der Gedankenaustausch über neu aufgefundene Materialien aus Nachlass und Archiven soll gepflegt, vom Umgang mit Seghers-Texten in Schulen und Universitäten soll berichtet werden. Mit diesen Aufgaben verbindet sich die Hoffnung, das Werk der Erzählerin lebendig erhalten und es weiter verbreiten zu können. Zugleich trägt der Kontakt zu Menschen aus ganz Deutschland und aus anderen Ländern dazu bei, sich kennen und besser verstehen zu lernen.

Anna Seghers, die weltberühmte Verfasserin des antifaschistischen Klassikers „Das Siebte Kreuz“, bleibt nach wie vor aktuell. Ihr auch erzähltechnisch avantgardistischer Flüchtlingsroman „Transit“ soll demnächst neu verfilmt werden, neue Übersetzungen sind weltweit in Arbeit, in vielen Schullektüren ist sie vertreten etc.

TeilnehmerInnen der diesjährigen Jahrestagung der Anna-Seghers-Gesellschaft werden am Vorabend Gelegenheit haben, eine Aufführung des Theaterstücks „Der Kopflohn“ im Kleinen Haus des Mainzer Staatstheaters zu besuchen – eine Bearbeitung ihrer Anfang der 30er Jahre entstandenen, gleichnamigen Erzählung.

Auch sonst verspricht die 25. Jahrestagung der Anna-Seghers-Gesellschaft in diesem Jahr wieder hochinteressant zu werden. In der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur werden international renommierte ReferentInnen aus Berlin, Spanien und USA der Frage nachgehen: Welchen Stellenwert hatte der Spanische Bürgerkrieg in Werk und persönlichem Leben der großen Erzählerin und ihrer Schriftstellerkollegen und Weggefährten? Unter anderem. gibt es einen Beitrag zum II. Internationalen Schriftstellerkongress in Madrid und Valencia, zu dem Seghers aus dem Pariser Exil anreiste. Darüber hinaus geht es um „Die Ästhetik des Widerstands“ von Peter Weiss und um die Gedächtniskultur der Internationalen Brigaden in Spanien. Zum Abschluss des Samstags wird dann die Ausstellung „Bilder der Solidarität“ mit Fotos von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro aus dem damaligen Spanien eröffnet. Ein weiterer Höhepunkt könnte die Sonntags-Matinee mit Erich Hackl (Wien/Madrid) werden: Der bekannte Autor liest aus seiner „Spanien-Anthologie“.Eva Petermann

Weitere Programm-Infos sind der Homepage der AGS zu entnehmen (www.anna-seghers.de). Anmeldungen bis zum 22. Oktober erbeten an Christina Schreiber in Mainz; E-Mail: christina.schreiber@anna-seghers.de

 

Die Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin und Mainz e. V. wurde 1991 in Berlin von Schriftstellern, interessierten Lesern, Literaturwissenschaftlern, Publizisten, Lehrern, Bibliothekaren und Archivaren gegründet. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Werk und Leben einer der bedeutendsten deutschen Erzählerinnen. Die Gesellschaft will anregen, sich mit ihren Romanen und Erzählungen, theoretischen und publizistischen Schriften auseinanderzusetzen und die Biographie zu erforschen. Der Gedankenaustausch über neu aufgefundene Materialien aus Nachlass und Archiven soll gepflegt, vom Umgang mit Seghers-Texten in Schulen und Universitäten soll berichtet werden. Mit diesen Aufgaben verbindet sich die Hoffnung, das Werk der Erzählerin lebendig erhalten und es weiter verbreiten zu können. Zugleich trägt der Kontakt zu Menschen aus ganz Deutschland und aus anderen Ländern dazu bei, sich kennen und besser verstehen zu lernen.


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Leserbrief zu »„Spanien im Herzen“ – Anna Seghers und der Spanische Bürgerkrieg«, UZ vom 25. September 2015





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