Der rote Kanal

|    Ausgabe vom 18. September 2015

Jahrgang 45, DDR 1966
Die Krankenschwester Li und der 23-jährige Automechaniker Al sind verheiratet, haben sich jedoch auseinandergelebt. Al fühlt sich von der „erwachsenen“ Li in seinem Freiheitsdrang eingeengt und reicht die Scheidung ein. Die Scheidungsanwälte geben beiden sechs Wochen Bedenkzeit.
Der Spielfilm wurde leider erst 1990 uraufgeführt.
Sa., 19. 9., 23.35–1.05 Uhr, rbb

Berlin – Ecke Schönhauser, DDR 1957
Karl-Eduard von Schnitzler zeigte sich vom Film begeistert. Er lobte die natürlichen und lockeren Dialoge und befand: „Der Film Berlin – Ecke Schönhauser ist beispielhaft und könnte ein Markstein im modernen Filmschaffen sein.“ Er behielt recht. Der Spielfilm wurde 1995 zu einem der 100 wichtigsten deutschen Filme gewählt.
So., 20. 9., 1.05–2.25 Uhr, rbb

Wem gehört der Osten, D 2015
Selbst die FAZ deutet an, was da vor sich ging: „Das war Besitzerwechsel im ganz großen Stil: Mehr als die Hälfte der Fläche Ostdeutschlands wurde nach der Wiedervereinigung neu verteilt. Das einstige Volkseigentum wurde nicht in Form von Aktien oder Anteilsscheinen unters Volk gebracht, sondern an Alteigentümer übertragen oder verkauft. Die neuen Besitzer, das überraschte nicht, kamen vor allem aus dem Westen Deutschlands.“ Millionen Arbeitslose und vernichtete Existenzen verschweigt die konservative Tageszeitung aus Frankfurt.
Di., 22. 9., 20.15–21.10 Uhr, arte

Tödliche Exporte, D 2015
Daniel Harich hat exakt recherchiert, wie deutsche Gewehre – trotz Export-Verbotes – nach Mexiko kamen. Auch mit ihnen wurden am 26. 9. 2014 43 Studenten ermordet.
Mi., 23. 9., 21.45–22.15 Uhr, ard


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (redaktion@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu »Der rote Kanal«, UZ vom 18. September 2015





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.