Antikriegstag 2015

Stoppt die Kriegstreiber

Von UZ
|    Ausgabe vom 11. September 2015
Hamburg (Foto: DKP Hamburg)
Hamburg (Foto: DKP Hamburg)

Am 1. September 1939 überfiel das faschistische Deutschland das Nachbarland Polen. Damit begannen Vernichtungskrieg und der Massenmord an Millionen. Über 55 Millionen Menschen verloren ihr Leben. Viele Städte und Dörfer lagen in Schutt und Asche (Bild oben rechts: Hamburg 1944/45). Auch in diesem Jahr – 70 Jahre nach dem Sieg über den Hitlerfaschismus und seine Verbündeten in Europa sowie über Japan – gab es viele Gründe am Weltfriedenstag/Antikriegstag auf die Straße zu gehen: Gegen die NATO, deutsche Großmachtambitionen und Kriegsbeteiligungen, gegen Atomwaffen auf deutschem Boden, gegen die Forcierung der Rüstung. Kriege werden hier vorbereitet und von hier aus gelenkt. Deutschland ist an Kriegen und Kriegsvorbereitung auch mit Waffenexporten beteiligt. – Kriegen, die Millionen von Menschen dazu zwingen, ihre Länder zu verlassen.

Nürnberg:
Protest gegen den Krieg. Auch in diesem Jahr gab es in Nürnberg am 1. September Aktionen zum Weltfriedenstag/Antikriegstag – zunächst eine Veranstaltung des Jugendbündnisses unter Beteiligung der SDAJ, des DGB und des Nürnberger Friedensforums. Anschließend fand eine Kundgebung an der Nürnberger Lorenzkirche und Demo des Bündnisses gegen die Kriegspolitik der Türkei stat. Auf einem Plakat forderten die Beteiligten unter anderem: „Abrüsten und Verhandeln statt Konfrontation“.

Fliegerhorst Jagel:
Aus Anlass des Antikriegstages 1. September trafen sich bereits am Sonntag Mitglieder der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, der Parteien „Die Linke“ und der DKP vor dem Fliegerhorst Jagel, um gegen die Aufrüstung der Bundeswehr mit Drohnen zu protestieren. Jagel ist zum Standort für die Drohnen der Bundeswehr ausgebaut worden. Drohnen der Bundeswehr sind schon jetzt in Afghanistan im Einsatz, werden zur Aufklärung und Zielerfassung verwendet. Bislang erfolgen die Raketenangriffe dann durch Drohnen der NATO-Partner, die Bundeswehr will ihre Drohnen jedoch so aufrüsten, dass diese auch Raketen abschießen. Durch die neuen Waffensysteme hat die NATO eine neue Runde des Wettrüstens begonnen. Der Frieden wird nicht durch waffentechnische Überlegenheit gesichert, sondern durch Abrüstung, hier durch die Abschaffung der Bundeswehr.

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