Ausflug zur „Höhlendruckerei von 1933“

|    Ausgabe vom 4. September 2015
 (Foto: Gustl Ballin)
(Foto: Gustl Ballin)

Mitten im fränkischen Kletterparadies Veldensteiner Forst liegt die Höhle, in der Ludwig Göhring im Auftrag der KPD bis zu seiner Verhaftung im August 1933 Flugblätter gedruckt hat.
Hermann Schirmer schreibt darüber in „Das andere Nürnberg, antifaschistischer Widerstand in der Stadt der Reichsparteitage“: „ … schafften Ludwig Göhring und Georg Untheim den Abziehapparat mit dem Motorrad zur Höhle im Gebiet zwischen Neuhaus und Königstein … die zweite Nummer der ‚Blätter der sozialistischen Freiheitsaktion‘ … konnte schon in der Höhle gedruckt werden. Ludwig Göhring stieg … in die Höhle ein und arbeitete bei Karbidlicht bis die Zeitung fertig war …“
Die DKP Nürnberg erinnert regelmäßig mit einer Exkursion an diesen Eckpunkt des kommunistischen Widerstands gegen die Faschisten. In diesem Jahr waren auch viele GenossInnen der SDAJ dabei. Vor allem der anschließende Besuch bei Ludwigs Witwe Irma Göhring hat alle beeindruckt. Sie fasste nicht nur die Ereignisse von 1933 und der Folgejahre für Ludwig Göhring prägnant zusammen, sie machte auch ihre antimilitaristische und antifaschistische Haltung zur aktuellen Politik deutlich.


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