Warum ich für ein Pressefest 2016 bin

Ulrich Abczynski, Technischer Leiter von vielen Festen, ist optimistisch
Von Ulrich Abczynski
|    Ausgabe vom 24. Juli 2015
Ein bewährtes Team: Wera Richter und Ulrich Abczynski auf dem diesjährigen Festival der Jugend (Foto: Tom Brenner)
Ein bewährtes Team: Wera Richter und Ulrich Abczynski auf dem diesjährigen Festival der Jugend (Foto: Tom Brenner)

Ich habe natürlich auch Bedenken, ob wir ein Pressefest 2016 durchführen können, aber nach vielen Diskussionen mit FreundInnen und GenossInnen komme ich zum Schluss: Ein Pressefest 2016 ist zu packen und kann uns weiterbringen, wenn wir es gemeinsam in Angriff nehmen.

Ich will das kurz begründen.

Ausgang meiner Überlegungen ist meine Einschätzung zum Fest 2014:

Ich glaube aber, dass wir auf einiges sehr stolz sein können:

  • Wir haben sehr solidarisch ein tolles Fest durchgeführt unter schwierigeren Bedingungen.
  • Wir haben ein sicheres Fest, auf dem sich alle Besucher wohlgefühlt haben, durchgeführt.
  • Wir waren wieder Heimat für fortschrittliche linke Kultur, die sich entwickelt hat und sich auf einem hohen Niveau darbot. Über einige Schwierigkeiten muss man sachlich und konstruktiv diskutieren.
  • Es war meiner Meinung nach nicht das Fest aller Linken, die Ablehnung des Verein Marxistische Linke, in dem Genossen/innen mitarbeiten, die viele Beiträge zum Gelingen unseres Festes leisteten, fanden ich und viele andere nicht richtig.

Lasst uns aber gemeinsam dafür sorgen, dass ein weiteres Fest ein großer Erfolg wird.

Soweit 2014. Heute sind die Bedingungen zwar schwieriger geworden durch die Auseinandersetzung innerhalb unserer Partei. Besonders schlimm finde ich persönliche Angriffe auf einzelne GenossInnen, das hat nichts mit kommunistischer Streitkultur zu tun. Man kann GenossInnen nicht in die Ecke stellen, weil sie eine andere Meinung haben.

Diese persönlichen Angriffe können wir auch in der Vorbereitung und Durchführung unseres Festes nicht gebrauchen. Wir brauchen sachliche Diskussionen. Daran müssen wir arbeiten.

Wir brauchen als Partei das Fest, es hat eine große Ausstrahlung in der linken Bewegung, auch in Gewerkschaftskreisen. Es stellt unsere Partei als Kraft dar, als Initiator für linke Bewegungen. Wir werden ernst genommen.

Wir führen das größte linke Fest und die größte Diskussionstribüne durch. Ich glaube, gemeinsam können wir es schaffen. Wir werden zwar alle etwas älter, aber es kommen Jüngere nach. Die brauchen wir, genauso wie die vielen älteren Unterstützer.

Lasst uns Ideen entwickeln, wie wir es noch besser machen können.

Helft mit in der Vorbereitung, schreib uns, schick uns eine Mail (uz-pressefest@dkp.de).

Zu meiner Überzeugung helfen mir auch einige Meinungen von FreundInnen und GenossInnen.

Genosse T. aus Düsseldorf sagt, wir sollten jedenfalls – Fraktionen und Strömungen hin oder her – eines tun, nämlich miteinander diskutieren und uns austauschen.

Genosse E. aus meiner Gruppe in Neuss meint: keiner darf ausgegrenzt oder abgedrängt werden, auch wenn er sich mit seiner Auffassung aktuell vielleicht nicht in Übereinstimmung mit anderen befindet, die Hauptsache ist: Er hält zur Klasse und kämpft.

Danach handeln wir in Neuss und haben Erfolg damit.

Helft alle mit.

Das stimmt optimistisch, also:

Vorwärts zum Pressefest 2016.


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